Betreuung

Wer denkt schon daran, wenn es ihm gut geht, dass sich alles von heute auf morgen ändern könnte? Ein Unfall oder eine schwere Krankheit kann jeden von uns in eine Situation bringen, in der ein selbstverantwortliches Handeln verwehrt ist. Und nicht jedem ist es vergönnt, auch in der späten Lebensphase noch alles selbstständig regeln zu können. Was wird, wenn ich auf die Fürsorge anderer angewiesen bin? Wer handelt für mich, wer entscheidet? Verwandte, Freunde oder Fremde???

Was viele nicht wissen, dass auch Familienangehörige nicht entscheidungsbefugt sind. Ehegatten, Kinder oder Eltern können nur mit ausdrücklicher Vollmacht für den anderen handeln, ansonsten müssen sie vom zuständigen Amtsgericht zum  Betreuer bestellt werden.
 
In der Bundesrepublik leben derzeit weit über 1.300.000 Menschen, die aufgrund einer Behinderung, einer Krankheit oder aufgrund ihres Alters ihre persönlichen Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln können und auf die Fürsorge anderer angewiesen sind. Früher wurden diese Menschen entmündigt. Heute kümmern sich Betreuerinnen und Betreuer als "gesetzlicher Vertreter" um die Angelegenheiten dieser Personen.